Stummfilmkonzert Doublefeature: FILM-Riss
Konzert im Rahmen des Nachwuchsprojekts "be: next generation" des blurred edges Festivals
Kris Kuldkepp, David Wallraff: Elektronik
Dementia, USA 1955, Regie: John Parker, 56 Min., ohne Dialog 1953 erzählt Adrienne Barnett, Sekretärin des Filmproduzenten John Parker, ihrem Chef von einem Traum. Begeistert beschließt der, daraus einen Film zu machen. Dementia wurde erst in den 2000ern als feministischer Missing Link zwischen Film Noir und dem Cinema of Transgression wiederentdeckt. Ausgebildet in Klassik und Alter Musik beschäftigt sich Kris Kuldkepp aktuell mit experimenteller und elektronischer Musik sowie mit Musik-Theater. Neben ihrer künstlerischen Tätigkeit arbeitet sie im Elektronischen Studio an der Musikhochschule Lübeck.
Un Chant d’Amour, Frankreich 1950, Regie: Jean Genet, 26 Min., ohne Dialog
Jean Genets einzige Regiearbeit aus dem Jahr 1950 ist ein Anschreien gegen Polizeigewalt, Rassismus und Homophobie. In surrealen Sequenzen bearbeitet Genet die Schnittmengen, die sich zwischen Macht und Sexualität entwickeln. Wegen seiner Darstellung schwulen Begehrens war der Kurzfilm jahrzehntelang international verboten.
David Wallraf (keine Pronomen) erforscht ausgehend von Noise verschiedene Wege des (Un-)Musikalischen. Seit 2021 arbeitet David mit Filmsounds – als Livevertonung von surrealistischen Stummfilmen oder Performances, die als Soundtracks für abwesende Filme und reale Albträume funktionieren.
Triggerwarnung: Darstellungen von Gewalt, Sex und sexualisierter Gewalt
Teil der Konzertreihe RISS, initiiert und kuratiert von Karla Bauer
Im Rahmen von "be: next generation", gefördert von der Claussen-Simon-Stiftung