Rene*e Reith (Choreografie, Performance, Tanzwissenschaft) ist ehemalige stART.up-Stipendiat*in und forscht seit September 2025 im Rahmen einer künstlerisch-wissenschaftlichen Promotion an der Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien zu (Nicht-)Sichtbarkeiten von Transness im zeitgenössischen Tanz und der Performance.
Unter dem Arbeitstitel "Choreografien der (Nicht-)Sichtbarkeiten" werden genderpolitische und choreografische Ebenen miteinander verbunden. Dabei geht es insbesondere um ein Spektrum von Wahrnehmungsvorgängen, die normative visuelle Prozesse ergänzen, dekonstruieren und subvertieren. Gleichzeitig wird eine politische Forderung nach Transvisibility (der Sichtbarkeit von Transness) in Aufführungssituationen von Tanz und Performance verfolgt. Eine wichtige Voraussetzung für das Forschungsprojekt ist es, die Körper in Tanz und Performance wie auch in wissenschaftlichen Verfahren als wahrnehmende Instanz zu begreifen. Hierfür wird ein Forschungsdesign umgesetzt, welches experimentelle, choreografische Versuchsaufbauten und phänomenologische Untersuchungen beinhaltet. Zusammen mit Performer*innen finden Recherche-, Analyse- und Inszenierungsprozesse statt, in denen der Forschungsfrage gefolgt wird: Inwieweit kann die Interdependenz von visuellen Prozessen und Bewegungen Transness als repräsentationskritische Wahrnehmungsvorgänge zwischen Körpern in zeitgenössischen choreografischen Verfahren hervorbringen?
Die künstlerischen Teilergebnisse der Forschung werden in Kooperation mit dem internationalen Produktionshaus Kampnagel präsentiert.