allg. Workshop: Ost und West - Was prägt uns?
programmübergreifender Präsenzworkshop
Mehr als 30 Jahre nach der deutschen Wiedervereinigung gibt es weiterhin unterschiedliche ostdeutsche und westdeutsche Erfahrungen und Prägungen. Doch was genau macht diese Prägungen aus? Wie unterscheiden sich ostdeutsche und westdeutsche Sozialisationen und wie wirken sie sich auf unsere Lebensrealitäten und unser gesellschaftliches Miteinander aus?
In diesem Workshop beschäftigen wir uns mit strukturellen Unterschieden und gesellschaftlichen Entwicklungen in Ost und West, aber auch mit persönlichen Geschichten und Gemeinsamkeiten. Dabei verbinden wir individuelle Perspektiven mit Fakten und wissenschaftlichen Erkenntnissen. Filmausschnitte, Gallery Walks und weitere interaktive Formate geben Einblicke in unterschiedliche Lebensrealitäten und schaffen Raum für Austausch.
Wir fragen uns: Was ist von der deutschen Teilung geblieben? Was prägt uns, auch wenn wir die Teilung selbst nicht erlebt haben? Und wie beeinflussen ostdeutsche und westdeutsche Erfahrungen unser Zusammenleben heute? Zum Abschluss richten wir den Blick nach vorne: Wie können wir als Gesellschaft weiter zusammenwachsen und die deutsche Einheit weiter gestalten?
Der Workshop richtet sich an alle Stipendiat:innen, die sich für deutsche Einheit und gesellschaftlichen Zusammenhalt interessieren. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Egal, ob ihr bislang wenig Berührungspunkte mit dem Thema hattet oder euch bereits intensiv damit beschäftigt: Im Mittelpunkt stehen eure eigenen Erfahrungen, Perspektiven und der offene Austausch miteinander. Jede:r ist willkommen.
Zu den Workshopgebenden:
Lisa Trebs ist Mitgründerin der Initiative k_einheit und Teil der ostdeutschen Generation Z. Sie setzt sich dafür ein, dass junge Menschen aus Ostdeutschland und ihre Perspektiven in gesellschaftlichen Debatten gehört werden. Mit k_einheit entwickelt sie Projekte, Workshops sowie Dialog- und Ausstellungsformate, die sich mit dem Erleben von Einheit, dem Erbe der Wiedervereinigung und der Zukunft Ostdeutschlands auseinandersetzen. Lisa arbeitet hauptberuflich in der internationalen Entwicklungszusammenarbeit und bringt diese globale Perspektive in ihr zivilgesellschaftliches Engagement ein.
Annika Werner ist seit 2024 Teammitglied bei k_Einheit und beschäftigt sich insbesondere mit Vermittlungsformaten, der Projektmittelakquise und europäischen Perspektiven. Daneben forscht sie in ihrer Doktorarbeit zu Narrativen der Deutschen Einheit und interessiert sich für Fragen von Erinnerungspolitik im Verhältnis von Staat und Zivilgesellschaft.