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Titelbild: Blick aus dem Foyer der Maison Heinrich Heine, an den Fenstern sind Zeichnungen ausgestellt, Foto mit gelbem Overlay und Beschriftung: Maison Heinrich Heine

Solo-Ausstellung in Paris

Die Maison Heinrich Heine und die Claussen-Simon-Stiftung fördern im Rahmen einer neuen Kooperation die Internationalisierung junger Positionen der Gegenwartskunst. stART.up-Alumni:ae erhalten die Möglichkeit, in den Räumlichkeiten der Maison Heinrich Heine in Paris eine Solo-Ausstellung zu realisieren. Während der Laufzeit der einmonatigen Ausstellung kann der oder die Künstler:in eines der Gästestudios vor Ort als Wohn- und Arbeitsraum nutzen, um Kontakte in die Pariser Kunstszene zu knüpfen und das eigene berufliche Netzwerk zu stärken. Je nach Künstler:in und Thema der Ausstellung sind auch Workshops und Artist Talks möglich. 

Ermöglicht wird außerdem die Vernetzung mit anderen Pariser Institutionen wie dem Goethe-Institut Paris, dem Deutschen Forum für Kunstgeschichte oder dem Deutschen Historischen Institut, um den Aufenthalt mit weiteren Auftritten, Vorträgen oder Workshops zu verbinden.

Simone Kesting ist Residenzkünstlerin 2026

Wie kann etwas Gestalt annehmen, das nicht greifbar ist? Simone Kesting untersucht in ihrer Arbeit die Spannungsverhältnisse zwischen immateriellen Zuständen und körperlicher Präsenz. In ihren Zeichnungen entstehen fragile Konstrukte aus erlebten Situationen, inneren Zuständen und Kommunikationsprozessen, die sich schließlich in den Raum ausdehnen.

Die Arbeiten der Ausstellung „Four Eyes, One Moon“ haben ihren Ursprung in den ersten Monaten nach der Geburt ihrer Tochter – in jenen späten Abendstunden, in denen die Künstlerin zu zeichnen begann, überwältigt von anhaltendem Schlafmangel. Aus Erinnerungen, Beobachtungen und inneren Bildern formen sich bruchstückhafte Narrationen, verortet in einem ambivalenten, traumähnlichen Zwischenraum, der seiner eigenen, stillen Logik folgt. Die Figuren bewegen sich zwischen Anwesenheit und Abwesenheit, Nähe und Distanz. Sie gleiten von einem Aggregatzustand in den nächsten, materialisieren sich und beginnen zugleich, ihre Körper wieder aufzulösen. Auf keramischen Untergründen werden diese flüchtigen Zustände festgehalten, ins Material gegossen, eingeschrieben und versiegelt. So treten die Werke den Betrachtenden als materialisierte Zwischenmomente entgegen – sie offenbaren sich und entziehen sich zugleich, balancieren zwischen Sichtbarkeit und Verborgenheit, Fragilität und Widerstand.

Simone Kesting studierte Illustration, Zeichnung und Fotografie an der HAW Hamburg sowie an der AdBA in Bologna. Sie arbeitet als freie Zeichnerin und Bildhauerin, ist zudem als Kostümbildnerin an Theaterprojekten beteiligt und gibt regelmäßig Workshops. Ihre Arbeiten waren bereits in zahlreichen Gruppen- und Einzelausstellungen zu sehen, u.a. in Deutschland, Dänemark, den USA und Japan. Nach ihrem Abschluss wurde sie mit mehreren Stipendien ausgezeichnet, darunter Förderungen der Claussen-Simon-Stiftung, der Deutschen Bank und der Stiftung Kunstfonds.

Simone Kesting war Stipendiatin unseres Stipendienprogramms stART.up im Jahrgang 2022/23.

Fotografie eines Werks von Simone Kesting

Ausstellung "Four Eyes, One Moon"

Die Residenz von Simone Kesting an der Maison Heinrich Heine wird von einer Ausstellung ihrer Werke begleitet.

Four Eyes, One Moon
19. März - 12. April 2026
Vernissage am 18. März, 19:30 Uhr

Maison Heinrich Heine

Die 1956 gegründete Maison Heinrich Heine ist eine renommierte deutsch-französische Kultureinrichtung in Paris. Als Teil des Campus der Cité internationale universitaire leben in ihrem Wohnheim Studierende aus der ganzen Welt und aus allen Disziplinen zusammen. Das Haus ist mit seinem umfangreichen und vielfältigen Kulturprogramm, das sowohl Debatten, Tagungen und Lesungen als auch Konzerte, Filme und Ausstellungen umfasst, das kulturelle Zentrum innerhalb der Cité internationale, der umgebenden Quartiers und auch für die deutsche Community in Paris.

Logo der Maison Heinrich Heine

Die Paris-Residenzen der Claussen-Simon-Stiftung

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Vergangene Residenzen

Andrés Muñoz Claros – Residenzkünstler 2025

Während seiner Residenz in der Maison Heinrich Heine beschäftige sich Andrés Muñoz Claros mit seinen Werken, die bei einem Aufenthalt im Geburtsort seiner Mutter Leticia am Amazonas und in den umliegenden Regenwald entstanden. Die Ausstellung "Aproximaciones" mit Zeichnungen und Acryl-Gemälden begleitete seine Zeit in Paris. 

Flyer zu Ausstellung (pdf)

 

Malerei von Andrés Munoz Claros: Person in einem Ruderboot auf lila Fluss vor Urwald
Ohne Titel, Acryl auf Papier, 30x40 cm.

Xiyu Tomorrow – Residenzkünstlerin 2024

Im Anschluss an ihrer Residenz und die Ausstellung „Mädchenjahre“ hat Xiyu im Dezember 2024 ihr Künstlerbuch „La Passante“ in 100 Exemplaren veröffentlicht.

Farbige Zeichnungen von Xiyu Tomorrow
La Passante, Xiyu Tomorrow, artist book, 2024.

Ich freue mich sehr über die Möglichkeit, als Artist in Residence in Paris zu wohnen und meine Arbeiten im Rahmen meiner Ausstellung "Mädchenjahre" zu zeigen. Für mich als Zeichnerin geht damit ein beruflicher Traum in Erfüllung: einen Monat lang Teil der künstlerischen Szene in Paris zu sein - magnifique! Ich wünsche dieser Kooperation einen tollen Auftakt und viele weitere erfolgreiche und spannende Runden!

Xiyu Tomorrow
Zeichnerin, Residenz-Künstlerin 2024

Porträt von Xiyu Tomorrow

Vernissage am 6. März 2024

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