Konzert: Konversationen ohne Worte
Konzert von stART.up-Stipendiatin Elena Khurgina und stART.up-Stipendiat Max Gausepohl
Die Komposition „Konversationen ohne Worte“ ist ein fortwährendes Gespräch zwischen Cembalo, Fagott und Live-Elektronik. Gezupfte Saiten und warme warme hölzerne Klangfarben des Fagotts treffen auf digitale Modulationen, die ihre Klänge aufgreifen, dehnen, fragmentieren und zu einer vielschichtigen Klanglandschaft verweben. Alle Instrumente reagieren aufeinander und übernehmen wechselweise die Rolle des Impulsgebers. Auch die synthetisierten Klänge der Elektronik werden von Cembalo und Fagott aufgenommen, gespiegelt oder weitergeführt.
Im Zentrum steht die Idee des Dialogs: Frage und Antwort verlieren ihre eindeutige Zuordnung, Analoges und Digitales verschränkt sich im gemeinsamen Spiel. Klänge überlagern sich, trennen sich, finden neu zueinander. Aus Dynamik und Geste des Spiels erwächst eine wortlose Rhetorik, Bedeutung und Semantik bilden Tonfolgen und ihre Beziehungen, Dialog entsteht im Wechselspiel der drei Instrumente. So wird „Konversationen ohne Worte“ zu einer klanglichen Untersuchung von Kommunikation – ein Raum, in dem Interpretation, Konnotation und Kontroverse hörbar werden.